Der Druck war am schwarz-grünen Kessel – das starke 3:2 in Amstetten sollte Wacker Innsbruck daher doch Zuversicht für die Zukunft geben
Was wir in die Länderspielpause mitnehmen? Drei Punkte!“ Mit einem verschmitzten, vor allem aber erleichterten Lächeln durfte Sebastian Siller nach Schlusspfiff in Amstetten durchatmen: Endlich wieder ein Sieg (der dritte in der Fremde von insgesamt fünf), nach drei Liga-Pleiten in Folge. Bei einem Team, das in dieser Zweitliga-Saison zuhause bis Freitag Abend noch ungeschlagen war. „Und es war verdient“, lobte der schwarz-grüne Coach seine Truppe, „weil wir die Bälle super an die letzte Linie brachten, sie dort auch festmachten. Und zudem bei den zweiten Bällen stark waren.“ Nur durch Eigenverschulden durften die Niederösterreicher (mit den Tirolern Felix Köchl und Yannick Vötter in der Startelf) in der zweiten Hälfte nochmals leicht „schnuppern“, „weil wir mit unseren Umschaltsituationen viel früher den Deckel drauf machen hätten müssen“.
Der Befreiungsschlag war aber viel mehr wert als nur drei Zähler. Ein positives Gefühl, gewonnenes Selbstvertrauen – und die Erkenntnis, dass Wacker auch Tore machen kann. Zuvor in elf Runden gerade mal ein Schnitt von 0,85 pro Partie, in Amstetten lief es in der ersten halbe Stunde wie am Offensiv-Schnürchen. Von hinten nach vorne:
▶ Mit Köpfchen(-Lupfer) von Abwehrchef Florian Kopp.
▶ Mit Coolness von Mittelfeld-Turbo Luis Gstrein am langen Pfosten.
▶ Mit Präzision von Angriffsjuwel Gabriele Banchieri aus 20 Metern zu seinem Premieren-Liga-Tor.
Die Effizienz war zuletzt die große und immer wiederkehrende Innsbrucker Baustelle, gegen den Tabellennachbarn drehte man den Spieß (13:8-Schüsse aufs Gehäuse für den Gastgeber!) um – das sollte man sich auf längere Sicht konservieren.
Auch über die nun verdiente zweiwöchige Pause hinaus.
