Tiroler Tageszeitung

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8. November 2026

Nach Befreiungsschlag regiert auch die Demut

Sieg-Comeback verschaffte FC Wacker ruhigere Länderspielpause. Testspiel ohne Teamspieler-Trio.

Was man in die Länderspiel-pause mitnehme, wurde Sebastian Siller gefragt. „Drei Punkte\", lächelte der Trainer. Nach dem 3:2-Sieg in Amstetten war die Stimmung beim Fußball-Zweitligisten FC Wacker gelöst. Man wusste: Das Spiel hätte wegen der zunächst gefährlicheren Hausherren auch anders laufen können. Nach drei Liga-Niederlagen und ÖFB-Cup-Aus zählt aber das nackte Ergebnis. „Weil es nach so einer schwierigen Phase einfach guttut\", betonte Sportvorstand Jakob Griesebner und konnte beim ausgeschiedenen Phil Kunze (wohl leichte Gehirnerschütterung) Entwarnung geben.

Verantwortlich für Amstettens erste Heimpleite: die Kaltschnäuzigkeit. Im Westderby gegen Salzburg (0:1) hätten die Schwarzgrünen gemäß xGoals-Wert (erwartete Tore im Verhältnis zu Chancen) rund vier Treffer erzielen müssen. Gegen Amstetten nur einen. Als man den Gegner nach der schnellen 3:0-Führung herankommen ließ, hätte man auch Geschenke verteilt, betonte Siller, der durchblicken lief, dass man den Sieg einzuordnen wisse: „Wir nehmen ein positives Gefühl mit, werden aber an gewissen Themen arbeiten, weil wir wissen, was zuletzt nicht gut gelaufen ist.

Am Donnerstag (14 Uhr) steht ein Testspiel beim FC Ingolstadt an - beim deutschen Drittligisten arbeitet mit Harald Gärtner ein ehemaliger Weggefährte. Matt Evans (Guatemala), Adrian Wibowo (Indonesien) und Virgilio Olaya (Ecuador U20) vertreten die Wacker-Farben beim Nationalteam.

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