Der zuletzt glücklose Zweitligist atmete nach dem 3:2-Sieg in Amstetten tief durch. Offensive war diesmal Trumpf.
Florian Kopp (14.) zum Ersten, Luis Gstrein (28.) zum Zweiten und Gabriele Biancheri (34.) zum Dritten. Mit drei Toren in 34 Minuten bekam der FC Wacker gestern den erlösenden Zuschlag zum 3:2-Sieg in Amstetten. Und man dürfte sich mit einer These nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen: Spieler, Trainer und Fans haben sich in Halbzeit eins wohl im falschen Film gewähnt.
Hatte die fehlende Durchschlagskraft oder mangelhafte Chancenverwertung die Schwarzgrünen in der 2. Liga mit drei Niederlagen ins Unglück geführt, war just die Offensive gestern Trumpf und erinnerte anfangs frappant an die 5:0-Gala zum Saisonauftakt gegen Schwarz-Weiß Bregenz.
Beim Bruderduell der Tiroler Rechtsverteidiger mit der Nummer zwei - Max Köchl (Wacker) spielte gegen Felix Köchl (Amstetten) - hatte Letzterer mit seinen Niederösterreichern trotz ausgeglichener Spielan-teile wenig zu lachen. Zu abgebrüht präsentierte sich der FC Wacker: Erst köpfelte Kopp die Gäste nach einer Gallé-Ecke in Führung (14.), dann blieb Gstrein nach Lechl-Hereingabe und glücklicher Rodriguez-Vor-lage eiskalt (29.). Und das erste Liga-Tor von Gabriele Biancheri(31.) war die Draufgabe.
Was komfortabel aussah, ließ das Wacker-Lager aber noch gehörig zittern: Während Wacker (Biancheri in Minute 60, Weinzierl in der Nachspielzeit) die Vorentscheidung vergab, durfte Amstetten nach Treffern von Thomas Mayer (44.) und Sebastian Wimmer (75.) zum 2:3 hoffen. Mit großem Kampf brachten die Tiroler den Vorsprung aber über die Zeit. Nach zuletzt wenigen kleinen Höhen und vielen Tiefs gab der Wacker ein starkes Lebenszeichen und beruhigte die Gemengelage im aktuell wohl bisweilen auch von zu hohen Erwartungen geprägten Umfeld. Einziger Dämpfer: die Kopfverletzung von Innen-verteidiger Phil Kunze.
