Kronen Zeitung

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Gernot Gsellmann

15. Oktober 2026

Der Konvoi muss vor den Tivoli-Toren enden

Zweitliga-Hit am Tivoli zwischen Wacker & Austria Salzburg soll ein Fest für 16.200 Fans werden – die Vorzeichen sind nicht prickelnd ...

Alle im Konvoi nach Innsbruck! Ziel: Fennerareal. Für Busse UND PKWs. 
Der violette Wunsch in Ehren – aber der dürfte, nach menschlichem Verstand, morgen nie in Erfüllung gehen. Dafür gibt es viele Gründe – denn Chaos und noch viel mehr ist vorprogrammiert. 

Alleine die Tatsache, dass die Salzburger Anhänger ihre Privat-Autos am Bus-Parkplatz abstellen wollen, wird sich als Trugschluss heraus stellen – absolutes Parkverbot. Und durch das Ausweichen in die angrenzenden Tiefgaragen und/oder Freiplätze wird die Anhängerschaft zersplittert werden – damit für die Polizei nur mehr sehr schwer kontrollierbar. 
Im gegebenen (unwahrscheinlichen) Fall, dass sich die große Gruppe doch findet, ist ihr Marsch quer durch die Stadt dem Innsbrucker „Otto-Normalverbraucher“, der nichts mit Fußball am Hut hat, der vielleicht nur einen gemütlichen Freitag-Abend-Spaziergang im Sinne hat, nicht zumutbar. Und gefährlich. 

Vom Rückweg gar nicht zu sprechen. Wenn die „Bogenmeile“ gegen 23 Uhr Hochbetrieb hat, violette und schwarz-grüne Anhänger eben dort aufeinander treffen sollten. Aus zwei mach drei! 

Die Frage aller Fragen: Auch wenn es keine Versammlung ist, auch wenn man die „Freiheit“ der Fans nicht rechtlich beschneiden kann – warum aber war es in der Vergangenheit möglich, die Busse der Gäste-Fans direkt zu ihrem zugewiesenen Sektor im Tivoli-Stadion zu leiten – aber morgen nicht? Vieles könnte im Vorfeld vermieden bzw. reguliert, viele Brennpunkte ausgeschalten werden. Dass es morgen gegen 18 Uhr so ruhig und sittlich wie am 17. Juli, als die Anhänger von Chemie Leipzig friedlich aber laut durch die Museumsstraße zogen, vonstatten geht, ist höchstwahrscheinlich maximal ein Irrglaube! „Wir können aus Polizei-taktischen Gründen keine Informationen weitergeben“, erklärt Pressesprecher Stefan Eder, wie die Vorgehensweise der Exekutive vor, während und nach dem Hochrisiko-Spiel sein wird.
 
Nachvollziehbar. 

Bleibt trotzdem die große Hoffnung: Alle Busse im Konvoi. Ziel: Tivoli-Stadion!

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