▶ Innsbruck behielt mit 2:1-Erfolg weiße Weste gegen Rapid II
▶ Siller-Elf tankte mit erstem Sieg seit sieben Wochen viel Moral
Der Stein, der Trainer Sebastian Siller gestern in Wien nach dem Schlusspfiff vom Herzen fiel, war fast bis nach Innsbruck zu hören.
Wacker fuhr mit dem 2:1-Sieg gegen Rapid II nicht nur den ersten Dreier seit sieben Wochen ein. Nach dem Blitz-Tor von Luis Gstrein (2.) hätten die Schwarzgrünen am Ende den Erfolg fast noch aus der Hand gegeben. Raphael Gallé kam an der Strafraumgrenze zu spät, der gefoulte David Berger traf vom Elferpunkt zum Ausgleich (83.).
An diesem Tag stand aber Fortuna auf der Tiroler Seite. In der Nachspielzeit hatte Mouhamed Sy im Strafraum viel Platz, der Stürmer aus Senegal versenkte das Leder im rechten Eck (91). „Als alle im Stadion schon mit einem X rechneten, hat die Mannschaft Moral gezeigt. Sie hat bis zum Schluss alles gegeben“, lobte Siller den Kampfgeist seiner Schützlinge.
Und mit diesem 2:1 untermauerte Wacker eine tolle Serie – die Innsbrucker haben gegen die Rapid-Fohlen noch kein einziges Liga-Spiel verloren
Weniger begeistert war der 37-jährige Coach mit seiner Mannschaft nach der schnellen Führung: „Weil wir passiv geworden sind, Rapid zunehmend ins Spiel kommen ließen.“
Der ehemalige Abwehrspieler dürfte aber in der Halbzeit die richtigen Worte gefunden. Wacker erwischte auch in Hälfte zwei fast wieder einen Traumstart. Nach einer Tekir-Flanke nahm Adrian Lechl den Ball mit der Brust an und knallt mit dem zweiten Kontakt per Fallrückzieher an die Latte (48.). „Wir haben es leider verabsäumt, mit unseren zwei, drei Topchancen den Sack zu zumachen“, seufzte Siller.
Der Aufsteiger kletterte mit dem Last-Minute-Sieg auf den vierten Tabellenplatz. Wacker tankte damit viel Moral für das ausverkaufte Westderby gegen Austria Salzburg.
Der Erzrivale erlebte übrigens ein ähnliches Drama. Der Tiroler Christian Huetz erlöste Salzburg gegen FAC mit einem späten 2:1 (94.).
