Kronen Zeitung

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N. Niederacher

10. Oktober 2026

„Jeder will sich für Leiberl bewerben“

▶ Die XXL-Länderspielpause half Wacker in der Monster-Saison, Batterien wieder aufzuladen 
▶ Trainer Sebastian Siller fordert heute beim Gastspiel gegen Rapid-Nachwuchs einen Sieg

Viele Trainer in ganz Europa schimpfen derzeit auf die XXL-Länderspielpause, Wacker-Coach Sebastian Siller kam in der Monster-Saison die zweieinhalbwöchige Unterbrechung recht: „Wir waren seit 8. Jänner mit nur zwölf Tagen Pause dauernd unterwegs. Alle anderen Teams in der Liga hatten vier Wochen Pause. Das hat man zuletzt schon gemerkt.“ 

Der 37-jährige Tiroler legte sich mit seiner Mannschaft aber nicht lange auf die faule Haut: „Die Jungs bekamen fünf Tage frei, um sich mental und körperlich zu regenerieren. Danach haben wir sehr intensiv an zwei, drei Themen gearbeitet, die zuletzt nicht mehr so gut funktioniert haben.“ 

Jetzt sollen die Grün-Schwarzen wieder ganz nach den Vorstellungen des früheren Abwehrspielers agieren. Und so soll der Aufsteiger heute gegen Rapid II den vierten Dreier einfahren: „Wir spielen immer, um zu gewinnen. Leider haben wir schon zwei Spiele hergeschenkt, das tut uns ein bisserl weh.“ 

Im Wacker-Universum ist das Match gegen die Rapid-Fohlen kein großes Thema, alles spricht nur über das Westderby gegen Austria Salzburg und den Cup-Schlager gegen Wattens. Siller fürchtet aber nicht, dass seine Truppe in Wien nicht bei der Sache ist. Ganz im Gegenteil. „Jeder will sich für ein Leiberl beweisen, alle sind sicher topmotiviert“, hielt der Coach fest. 

Auch der teaminterne Druck soll laut Siller alle zu Topleistungen anspornen: „Momentan sind wir vollzählig, zehn Spieler durften nicht in den Bus nach Wien einsteigen.“ 

Es stehen zwar nur die Rapid-Youngsters auf dem Feld. Siller ist aber überzeugt, dass die Atmosphäre seine Mannschaft beflügeln wird: „Es ist ganz cool, im Stadion zu spielen. Es kommen auch 2000 bis 3000 Zuschauer.“ 

Für Siller übrigens ein vertrautes Umfeld. Er spielte als Innenverteidiger zwei Saisonen für Rapid II (2009-2011): „Ich kenne noch einige Spieler.“

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