altGünther Caha, lange Jahre bei der Vienna, Wels, SV Reichenau und dem SV Innsbruck tätig, spielte ab der Saison 1987/88 für den FC Wacker Innsbruck

Nach den goldenen siebziger Jahren folgte für den FC Wacker Innsbruck ein durchaus turbulentes Jahrzehnt. 1986 war dann das Jahr der Neuerungen. Der FC Wacker Innsbruck musste nach der Gründung von Swarovski Tirol, trotz heftiger Bemühungen doch in einer höheren Liga zu kicken, in der zweiten Klasse Mitte komplett neu einsteigen und ganz von unten im Fußballkeller beginnen. In zweiten Teil berichten wir, wie der FC Swarovski Tirol mit großen Vorschusslorbeeren in die Meisterschaft ging, und auf allen Linien versagte - während der FC Wacker Innsbruck auch seine zweite Hürde bravourös meisterte

 

Den hohen Erwartungen nicht gerecht geworden

 

Nach der Verpflichtung von Trainerlegende Ernst Happel war man in Tirol optimistisch, den beiden Wiener Großklubs Rapid und Austria endlich Paroli bieten zu können. Der FCS versagte in dieser Saison aber auf allen Ebenen. Einige Spieler wurden mit dem großen Druck und der Autorität eines Ernst Happel nicht fertig. Nach dem fünften Platz im Grunddurchgang erging es den Blau-Weißen im Frühjahr nicht besser und man belegte in der Endtabelle den sechsten Platz. International war nach dem 0:4 bei Sporting Lissabon bereits Endstation. Da nützte auch der 4:2 Sieg am Tivoli nichts mehr.


Der Kader des FC Swarovski Tirol in der Saison 1987/88

Ivkovic, Obexer, Pezzey, R. Auer, Messlender, Strobl, Kalinic, Streiter,
Th. Eder, H. Eder, Steinbauer, Müller, Linzmaier, Wazinger, Lenninger,
Peintinger, Peischl, Koreimann, Hörtnagl, Idl, Roscher, Pacult, Marko,
Spielmann, Ruttensteiner, Winkler

 

Auf zur zweiten Etappe

 

Gemeinsam mit dem ISK startete der FC Wacker Innsbruck als Favorit in die erste Klasse Ost. Die an vielen Positionen veränderten Wackerianer taten sich 1987/88 zu Beginn der Saison wiederum recht schwer. Beim ersten echten Prüfstein Kössen verlor Wacker Innsbruck mit 0:1. Dabei wurden unzählige Chancen ausgelassen. Zu Hause gaben dann die Wackerianer gegen Breitenbach die richtige Antwort. Ab diesem Zeitpunkt kamen die Schwarz-Grünen so richtig auf Touren. Mitfavorit ISK wurde mit 2:1 besiegt und mit einem 4:1 in Sistrans ist der Herbstmeistertitel endgültig fixiert worden. In der vorgezogenen Frühjahrsrunde ist dann noch vor der Winterpause eine kleine Vorentscheidung gefallen. Wacker Innsbruck siegte in Walchsee, während Verfolger Innsbrucker SK zu Hause gegen Breitenbach mit 1:2 den Kürzeren zog.


Dem erneuten Meistertitel entgegen

 

Mit einem 7:0 gegen St Ulrich und einem 6:1 gegen Kössen stellten die Wackerianer die Weichen vorzeitig Richtung Meistertitel, welcher dann endgültig in Kramsach fixiert wurde.
Das Lokalderby gegen ISK war dann bedeutungslos und wurde klar mit 4:0 gewonnen.
In der vorletzten Runde erlaubte sich Wacker Innsbruck nach einer 2:0 Führung in Sistrans noch einen Ausrutscher. Man verlor mit 2:5, was aber der Feierlaune im letzten Spiel keinen Abbruch tat. Die zweite Hürde war mehr als souverän gemeistert worden.


Hier geht es zum ersten Teil: Der große Schatten des FCS

Hier gehts zum dritten Teil: Innsbruck wird zur Fußballhauptstadt 1988/1989


Wacker Innsbrucks Kader 1987/88:
Töchterler, Gschließer, Blaas, Kobald, Radda, Siller, Blasinger, Günther Caha (Ex-Vienna-Spieler), Egger, Klaus Feistmantl, Christoph Aschenwald (derzeit Wacker-Nachwuchschef), Villgratner, Höller, Schlauer, Siegmund Feistmantl (langjährig beim FC Tirol in der Verwaltung/Management und auch bei Wacker in der Geschäftsstelle tätig) , Radl, Wunderer, Göller, Kittinger

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Rudolf Tilg Rudolf Tilg

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