tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 17. August 2019

Georg Fraisl

Wallners Rache war für Wacker echt süß

In der Nachspielzeit kratzte Alexander Joppich noch einen Ball von der Wacker-Linie. Ein Beweis dafür, dass der gestrige 2:1-Heimsieg der Schwarzgrünen alles andere als einfach war. Auch weil die Hausherren zur Pause noch mit 0:1 in Rückstand gelegen waren. Aber die Grumser-Truppe zog sich selbst aus dem Sumpf.

Lieblingsgegner. Ja, doch – das gibt’s. Wird auch Alex Gründler bestätigen. Gegen die OÖ-Juniors, da geht’s. Im Vorjahr zweimal, gestern wieder. Dabei war ihm die Kofler-Flanke regelrecht an den Kopf gesprungen, schien schon im Torout zu landen, doch dann knallte Gründler den Ball noch satt in die lange Ecke.

Zeit war’s. Denn die Gäste aus Oberösterreich hatten seit der 26. Minute mit 1:0 geführt. Eine Ecke schlenzte Reyes über die Linie. Die Tiroler hatten da zwar Abseits reklamiert, aber Bacher und Torhüter Wedl standen auf der Linie. Keine unverdiente Führung, die Juniors-Offensive bereitete Wacker doch etliche Schmerzen. Und Torhüter Turner machte alle Chancen zunichte, die Markus Wallner vor der Pause vorfand. Und das waren drei wirklich Gute.

Erstmals zwei Tore

Wallner rächte sich nach Seitenwechsel an seinem ganz privaten Gegner im Juniors-Tor aber grandios. Denn nach dem Traumpass des einmal mehr eindrucksvollen Conte ließ Wackers Nummer 11 dem Juniors-Schlussmann nicht den Funken einer Chance – trocken verwertete er zur 2:1-Führung für Schwarzgrün.

Was ebenfalls durchaus dem Gezeigten entsprach. Nach der Pause war Innsbruck mit wesentlich mehr Zielstrebigkeit und Nachdruck am Werk. Da wurde aus der Überlegenheit am Platz (60:40 Ballbesitz) auch an Zählbarem gearbeitet.

Erstmals in der neuen Saison gelangen dem Bundesliga-Absteiger gestern auch zwei Treffer. Und mit dem zweiten Heimsieg wurde auch der Absturz in jene Tabellen-Region vermeiden, in die keiner hinwill. Beruhigt auch die Nerven.