ncc1913Das Weltall – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2022 das Raumschiff Wacker Innsbruck war vor 20 Jahren aufgebrochen, um unentdeckte Galaxien und neue Welten im Fußball-Universum zu erobern. Dem ersten Captain G. Stocker folgten viele weitere und ebenfalls wurden Crews der Reihe nach ausgetauscht. Allen war eins gemeinsam. Sie hielten die NCC-1913 zumindest rudimentär auf Kurs.

Trotz Angriffen des schwarzen Ordens (Tal Shiar oder Borg?), trotz teils unsäglicher Navigationsfehler, konnten die Captains in guter Erdentradition in Anlehnung an Galileo Galilei vermelden: "Und sie bewegt sich doch (noch)". Allen Unkenrufen zum Trotz galt die Wacker Innsbruck bald als das unkaputtbare Schiff der Flotte der vereinigten Bundesliga.

 

Bis die vorletzte Crew die tragische Entscheidung traf (wie genau das passiert ist, darum ranken sich noch Legenden, der Sternenflottenakademie ist es bisher nicht gelungen die Logs aus dieser Zeit ganz zu entschlüsseln), einen Ferengi namens K’R zum Capitain zu machen. Trotz immensen Mangels an Deuterium und Antimaterie befahl K’R weiterhin ohne Rücksicht auf Verluste Höchstgeschwindigkeit und erklärte, dass er fix einen Versorgungstransport erwarte, mit den wichtigsten Ressourcen. So flog die Wacker Innsbruck ziellos, denn Mission schien der neue Captain keine zu haben, durch die Weiten des Weltalls. Nur Versorger kam und kam nicht. Bis plötzlich die Reaktoren ausfielen und das einst stolze Raumschiff durchs Weltall trieb.
Ein Teil der Besatzung nutzte die Shuttles um das Weite zu suchen und der Rest, der musste mit ausgestreckten Daumen warten, ob er per Anhalter mitgenommen werden würde.

Trotzdem gilt es allwöchentlich eine Aufgabe zu erfüllen. Auch in dieser Woche bleibt das dem taumelden Schiff nicht erspart. Man muss in St. Pölten einen halbwegs ehrenhaften Auftritt hinlegen. Wenigstens muss das nicht der Captain selbst machen, denn ehrenhaft ist für den ein Fremdwort. Lange war nicht klar, ob man überhaupt in die niederösterreichische Landeshaputstadt reisen könne. Da die aktuelle Führung des FCW die Finanzen so gut im Griff hat, dass nicht mal mehr eine Auswärtsfahrt drin ist. Deshalb muss ein Sponsor von Austria Lustenau einspringen und dem Bettler vom Inn einen Bus spendieren. Peinlich! Dazu hat auch der letzte gelernte Verteidiger (Alexander Joppich) Anfang der Woche das sinkende Schiff verlassen. Somit tritt das Raumschiff Wacker Innsbruck quasi gänzlich ohne Schilde gegen den niederösterreichichen Bird-of-Prey an. Statistiken zu diesem Abgesang des Profifußballs aus schwarz-grüner Sicht spar ich mir jetzt einfach mal. Bleibt zu hoffen, dass die mitgereisten Fans für sich noch einmal das Erlebnis FCW in der Ferne genießen können...

Inzwischen sitzt Captain K’R immer noch auf der Brücke und schwadroniert von einem Ferengi Kumpel T’K der sicher ganz fix noch die benötigten Treibstoffe liefern würde. Oder er erzählt den letzten Verbliebenen von Hilfen aus dem Q-Kontinuum. Zeit wäre es, dass K’R die Sternenflotte anfunkt und seinen Konkurs zugibt und dann einem neuen Captain Platz macht, der nicht in einer Wahn-Galaxis gefangen ist.

 

PS: Symbobild - Es handelt sich um die USS Enterprise NCC-1701, einem Schwesterschiff der USS Wacker Innsbruck NCC-1913

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Michael Fritz Michael Fritz

Wollte nie viel schreiben, wie man sich täuschen kann.....

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