b_350_1200_16777215_00_images_201920_Fanleben_fv13.jpgNach dem völligen Versagen von Noch-Präsident Kevin Radi und dem damit verbundenen Rückzug aus dem Profifußball, formieren sich Fans und Mitglieder des FC Wacker Innsbruck. Aktuell gibt es drei Initiativen, die dem Treiben des aktuellen Vorstands nicht mehr tatenlos zusehen wollen. Zum einen gibt es eine allgemeine Petition, die den Rücktritt Radis fordert, zum anderen  die "Initiative Wacker 2022", in der FCW-Mitglieder eine außerordentliche Generalversammlung des FC Wacker Innsbruck fordern. Und dann gibt es auch noch die Anfechtung der vorangegangenen GV mit der Forderung einer AOGV (tivoli12 berichtete. Siehe: Eine GV die keine war?). Das tivoli12 magazin stellt euch diese drei Initiativen im Wortlaut vor:

 

 

1. Petition (für alle offen)

Für den FC Wacker Innsbruck – Wir wollen unseren Verein zurück!

Vor zwei Jahren, nach dem Abstieg aus der Bundesliga, stand unser FC Wacker Innsbruck am Scheideweg. Trotz Antreten mit der punktuell verstärkten Zweier-Mannschaft, trotz drastischer Stundenreduktion von Geschäftsstellen-MitarbeiterInnen und trotz Fundraising (Spiel gegen die Zeit) war absehbar, dass der FCW finanziell nicht überleben kann. Die Mitglieder hatten die Wahl zwischen freiwilligem Rückzug in den Amateurfußball oder Öffnung des Vereins für einen Investor.

Wir haben uns damals für Zweiteres entschieden, weil wir keine Alternative gesehen und gehofft haben, nicht nur zu sportlichem Erfolg zu gelangen, sondern insbesondere auch nachhaltige Strukturen (Trainingszentrum) aufzubauen.

Heute müssen wir uns eingestehen: Wir haben uns getäuscht und wir wurden getäuscht. Übertriebene Pläne gepaart mit mangelnder Zahlungsmoral haben unseren Verein in nur zwei Jahren scheinbar hoffnungslos an die Wand gefahren. Welchen Anteil daran die drei Investoren und welchen unsere Vorstände haben, ist für uns nicht nachvollziehbar. Die Kommunikation der Verantwortlichen gegenüber den Mitgliedern und Fans wurde in den letzten Monaten praktisch eingestellt. Wenn doch kommuniziert wurde, dann wurden zentrale Dinge verschwiegen oder man hat uns offenbar schlichtweg angelogen.

Die Vergangenheit zeigt, dass wir Wacker-Fans und -Mitglieder sehr leidensfähig sind. Doch alles hat ein Ende und deswegen sagen wir: Es reicht! Wir wollen unseren Verein zurück.

Wir fordern:
• völlige Transparenz über die finanzielle Situation des FC Wacker Innsbruck
• den Rückzug des Kernmitglieds (Blockrock GmbH) und die Streichung der Kernmitgliedschaft aus den Vereinsstatuten
• den Rücktritt von Präsident Kevin Radi
• die geordnete Übergabe aller Agenden an ein zu wählendes neues Vorstandsteam
Genug der hochtrabenden Pläne und leeren Versprechungen! Zurück zu realistischen Budgets und dementsprechenden sportlichen Zielen. Wir wollen unseren Verein zurück!

Enttäuschte, traurige, wütende, besorgte Fans, Mitglieder und Sympathisanten des FC Wacker Innsbruck

Bitte unterschreiben und verbreiten!

https://chng.it/RhXHzdmGvP

2. Initiative Wacker 2022 zur Einberufung einer AOGV des FC Wacker Innsbruck (nur für FCW-Mitglieder)

Liebe Mitmitglieder,

Die Zeit drängt. Wir brauchen nicht allzu viele Worte verlieren. Kevin Radi hat sicher ein schweres Erbe angetreten. Er startete mit großen Versprechungen. Gehalten hat er nichts. Im Gegenteil. Der Profifußball ist bereits Geschichte. Wie soll es nur weitergehen?

Es ist sonnenklar, dass das von den letzten Vorständen geprägte „Sportunternehmen“ Wacker Innsbruck in Konkurs gehen muss, wenn noch irgendeine Chance bestehen soll, dass der Verein Wacker Innsbruck gerettet werden kann. Die Chancen schwinden täglich. Der (neuerliche) Untergang des FC Wacker Innsbruck wäre ein immenser Verlust für den Damenfußball, die Nachwuchsförderung und tausende Fans in Tirol.

Warum zögert unsere Vereinsführung noch? Was ist in den letzten Monaten eigentlich passiert? Was für Altlasten hat der aktuelle Vorstand übernommen? Und warum werden Forderungen der vorangegangenen Investoren kolportiert, wo es nach Darstellung des letzten Vorstands doch eher umgekehrt sein sollte? Fragen wie diese gibt es zuhauf; Informationen hingegen keine.

Deswegen sagen wir: Genug ist genug! Es ist höchste Zeit für ein Zeichen. Als Mitglieder des FC Wacker Innsbruck können wir nicht schweigend und tatenlos zusehen, wie unser Verein (ja UNSER Verein) untergeht, sondern wir müssen zeigen, dass wir bis zuletzt um unseren Verein kämpfen.
Deswegen wollen wir unser statutenmäßiges Recht auf eine außerordentliche Generalversammlung wahrnehmen. Präsident Radi und sein Vorstand müssen sich für ihr Handeln verantworten und sich unseren Fragen stellen.

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Für den FC Wacker Innsbruck – für die Einberufung einer aoGV!

Gemäß den Vereinsstatuten des FC Wacker Innsbruck (ZVR-Zahl: 180936836) §9 Abs. 7 stellen wir den Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung. Angesichts der medial kolportierten bedrohlichen finanziellen Situation – inklusive Nichterteilung der Lizenz und Nichtzulassung zur Zweiten Liga sowie Verzicht auf eine Klage beim Ständigen Neutralen Schiedsgericht durch den Vorstand, da „ein weiterer Protest mit keiner Aussicht auf Erfolg verbunden“ wäre (Kevin Radi, NL 5.5.2022) – beantragen wir

transparente und vollständige Informationen „über die Tätigkeit und finanzielle Gebarung des Vereins“ gemäß §9 (8)

die „Enthebung des gesamten Vorstands“, nach §14 b)

die Wahl eines Vorstands gemäß § 22

Innsbruck, 5. Mai 2022 – Initiative Wacker 2022 / InitiativeFCW2022@gmail.com
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Für die Beantragung braucht es 10 Prozent der Mitgliederstimmen. Wir haben am vergangenen Wochenende bereits über 100 Stimmen gesammelt und wenden uns nun an jene von euch, die nicht vor Ort unterschreiben konnten. Und wenn ihr in eurem Bekanntenkreis Mitglieder habt, die vielleicht nicht im Forum lesen, informiert sie bitte!

Bitte unterstützt unseren Antrag!

Ihr könnt uns entweder ein E-Mail an InitiativeFCW2022@gmail.com schicken. Oder ihr könnt über unser Tool https://weagree.io online mit eurer E-Mailadresse digital unterschreiben. Absender ist eure Mailadresse, Empfänger muss die Initiativefcw2022@gmail.com sein. Im Textfeld die Unterstützungserklärung:

„Ich, Vorname Nachname, Mitgliedsnummer, Adresse beantrage hiermit die Einberufung einer außerordentlichen GV gemäß den Vereinsstatuten des FC Wacker Innsbruck § 9 Abs. 7.

Ich schließe mich den Forderungen der Initiative Wacker 2022 vollumfänglich an.“

Dann auf senden klicken. Ihr bekommt noch ein Mail um zu bestätigen, dass das wirklich von euch ist. Kurz auf „Bestätigen“ klicken. Wir bestätigen das dann ebenfalls und ihr bekommt ein Zertifikat das von uns und von euch gezeichnet ist. Dann hätten wir auch eine digitale Unterschrift.

3. Anfechtung der letzten Generalversammlung des FC Wacker Innsbruck vom 01.03.2022 (nur für FCW-Mitglieder)

Wie das tivoli12 magazin unter dem Titel "Eine GV die keine war?" am 5. Mai berichtete, gab es für die letzte Generalversammlung des FC Wacker Innsbruck einen fristgerecht eingegangenen Antrag auf Stautenänderung. Dieser wurde nicht in die Tagesordnung aufgenommen und deshalb darüber auch nicht abgestimmt. Somit gibt es berechtigte Zweifel über die Gültigkeit der Beschlüsse dieser GV (Entlastungen, Wahl des Präsidenten und Vorstands). Diese wurden dem Verein und der Vereinsbehörde mitgeteilt. Wer dies unterstützen will hat als Mitglied des FC Wacker Innsbruck die Möglichkeit sich ebenfalls an die Vereinsbehörde zu wenden.

Hier ein Musterbrief, den man per E-mail an die Vereinsbehörde schicken könnte:

An: lpd-t@polizei.gv.at

Betreff: Beschwerde wegen statutenwidriger GV – FC Wacker Innsbruck

An die Landespolizeidirektion Tirol in ihrer Funktion als Vereinsbehörde

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Mitglied des Vereins FC Wacker Innsbruck (ZVR- Zahl. 180936836) und habe aus dem Magazin tivoli12 https://www.tivoli12.at/anpfiff-zum-spiel/rund-um-wacker/4780-eine-gv-die-keine-war.html sowie bei einem informellen Treffen von Vereinsmitgliedern vom Antragsteller persönlich folgendes erfahren:

Es wurde sowohl für die für den 12.12.2021 einberufene - dann jedoch kurzfristig verschobene Generalversammlung des Vereins, als auch für die dann am 01.03.2022
online abgehaltene GV, statutenkonform ein Antrag auf Statutenänderung eingebracht.
Dieser wurde von der Vereinsführung weder auf die Tagesordnung gesetzt noch bei der GV behandelt.
Zudem ist die Veröffentlichung der endgültigen Tagesordnungspunkte auf der offiziellen Homepage des Vereins unterblieben.

In § 13 unserer Vereinsstatuten sind die Erfordernisse für gültige Beschlussfassungen der Generalversammlung aufgelistet. In Abs. 8 ist geregelt, dass jedem Mitglied die Möglichkeit zu geben ist, statutenkonform Anträge einzubringen. Abs. 9 sagt explizit, dass die endgültige Tagesordnung spätestens 10 Tage vor der GV auf der Homepage des Vereins veröffentlicht werden muss.

Zumindest diese beiden Erfordernisse für gültige Beschlussfassungen der Generalversammlung wurden unzweifelhaft nicht erfüllt. Alle Beschlüsse der GV vom 01.03.2022 sind damit nichtig.
Ich ersuche daher die Landespolizeidirektion vereinsbehördlich einzuschreiten und die Beschlüsse der GV vom 01.03.2022 per Bescheid aufzuheben.

Mit freundlichen Grüßen

XY
(Mitgliedsnummer: 00000)

Hinweis / Autor

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Christian Hummer Christian Hummer

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