b_350_1200_16777215_00_images_201718_rundum_komm_ft.jpgEs gibt weit über 100.000 Personen die sich für den regionalen Fußball in Tirol interessieren. Alleine das regionale Interesse wäre so groß, dass man das Tivoli sechseinhalbmal komplett füllen könnte. Das wäre ein unglaublich starker Verband und so hat der FC Wacker Innsbruck zusammen mit dem Tiroler Fußballverband die Initiative „Pro Fußball Tirol“ gegründet.

 

Was ist das Ziel dieser Initiative?

Alle Tiroler Fußballvereine werden in die Entwicklung miteinbezogen, damit Fußball in Tirol wieder jenen Stellenwert erhält, die ihm gebührt. „Pro Fußball Tirol“ ist einerseits als Plattform für den wechselseitigen Austausch und die Kommunikation untereinander zu sehen und andererseits ist die Initiative der Motor, um das Tiroler Fußballnetzwerk nachhaltig zu stärken – mit dem FC Wacker Innsbruck als Zugpferd.

Das ist auch dringend notwendig!

Dass es die eine oder andere Unstimmigkeit gab oder immer noch gibt ist unbestritten. Spricht man mit Funktionären mancher regionaler Vereine merkt man, dass oft Missverständnisse und Unwissenheit gegenüber dem Aushängeschild FC Wacker Innsbruck in so manchem Fußballverein in Tirol groß sind. Da ist man oft der Meinung den Innsbruckern wird eh alles hineingeschoben. Dem FCW soll es ja ach so gut gehen, die bekommen alles und leisten nichts. Dass dem bei weitem nicht so ist, durften wir erst kürzlich in diesem Kommentar lesen: Ein Blick in die Glaskugel

Ich entgegne dem: Man sollte sich zuerst erkundigen, informieren und dann erst schimpfen. Wenn es Fragen gibt, dann soll und darf man die auch stellen und diese werden von den Vertretern des FCW auch beantwortet. Nun ist der FC Wacker Innsbruck auch in diesem Bereich vorgeprescht und versucht mit seiner Initiative so viel Kraft wie nur möglich zu bündeln.

Tirols Vereine

In Tirol gibt es ca. 22.000 aktive Fußballer/innen für deren Organisation weit mehr als 3200 Funktionäre zuständig sind. 250 Schiedsrichter leiten die Spiele im Tiroler Fußballverband. Von der UPC Tiroler Liga abwärts bis zur 2. Klasse Zillertal rittern 184 Teams um den jeweiligen Landesmeister in ihren Klassen. Dazu gibt es 42 Reservemannschaften, welche in drei Gruppen ihre Spiele absolvieren. Auch die Frauen sind mit 31 Teams in der Tiroler Liga und den jeweiligen Landesligen vertreten. Dann gibt es noch jene Teams, die sich über die Grenzen Tirols hinaus mit anderen Mannschaften messen. Fünf rittern in der Regionalliga West um Punkte und mit Wattens und dem FC Wacker Innsbruck gibt es aktuell zwei Vertreter im Profifußball. Letzterer ist am Weg Richtung Bundesliga. Was dem Tiroler Fußball sicherlich guttun würde. Zählt man auch noch alle Nachwuchsmannschaften dazu, gibt es in Tirol sage und schreibe 918 (!) Teams, die dem runden Leder nachjagen.

Mit dem FC Wacker Innsbruck in der Bundesliga, der WSG Wattens und Wacker Innsbruck II (wenn das klappt) in der neuen zweiten Liga wäre man sicher um einiges besser aufgestellt, als das aktuell der Fall ist. Darüber hinaus sollte ein Trainingszentrum für noch mehr Weiterentwicklung sorgen. Wie das inzwischen in Südtirol aussieht, wird euch tivoli12 demnächst näher bringen. Profitieren würde davon ganz Fußball-Tirol. Denn sehr gut ausgebildete Fußballer, die den Sprung zum Profi nicht schaffen, verstärken unsere regionalen Vereine. Aktuell zieht es die größten Talente viel zu früh aus Tirol weg. So könnte Tirol wieder eine konkurrenzfähige Adresse im österreichischen Fußball werden. Wenn man sich aber weiter im Nichtstun übt und sein Aushängeschild eher diskreditiert wird Fußball-Tirol in Zukunft nur noch die Rücklichter der restlichen österreichischen Konkurrenz sehen.

Nutznießer

Der Initiative „Pro Fußball Tirol“ haben sich mittlerweile rund ein Drittel der Tiroler Vereine angeschlossen. Darunter namhafte Vereine, wie der SC Schwaz, FC Kufstein und der SV Wörgl. Aber auch kleinere Vereine wie Münster, Kolsass-Weer, Kematen, Axams, Rum und viele andere sind schon an Bord. Und es werden noch mehr werden. Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden. Wackers Nachwuchskonzept greift schon. Nicht nur der FCW sondern auch Konkurrent Wattens und andere Vereine profitieren bereits davon. Und auch von der Initiative "Pro Fußball Tirol" wird schlussendlich ganz Fußball-Tirol profitieren!

 

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Rudolf Tilg Rudolf Tilg

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