Pressespiegel - Tiroler Tageszeitung

07. Mai 2013

Ohne Gegentor zum Sieg

Tobias Waidhofer

Turniersieger FC Wacker und Finalist IAC qualifizierten sich für das Bundesfinale des U12-Coca-Cola-Cups – auch der SK Rum darf hoffen.

Völs – Wer – wie die U12 des FC Wacker – ein ganzes Turnier ohne Niederlage u?berlebt und dabei auch noch ohne Gegentor bleibt, hat sich den Sieg redlich verdient. Der Nachwuchs des Innsbrucker Traditionsklubs ließ beim Landesfinale des Coca-Cola-Cups in Völs der Tiroler Konkurrenz keine Chance. Im Finale besiegte die Mannschaft von Trainer Christoph Aschenwald den Innsbrucker AC mit 2:0 (Tore: Clemens Hubmann, Cem Üstandag). „Die Mannschaft hat die Leistung wieder auf den Punkt genau abgerufen“, freute sich der Coach. Auch ein prominenter Zaungast – Wacker-Profi Sebastian Siller – zeigte sich vom Gezeigten beeindruckt: „Alle Mannschaften haben tolle Spiele mit viel Begeisterung und Elan geboten.“

Beim Bundesfinale (15. und 16. Juni) auf dem Gelände des Bundesligisten Admira Mödling (Titelverteidiger) werden neben den Wacker-Fohlen auch die Jungs des zweitplatzierten IAC die Tiroler Farben vertreten. Sogar der drittplatzierte SK Rum (1:0 gegen die Union) darf noch auf ein Final-Ticket hoffen. Schließlich wird der letzte Startplatz unter den Dritten der neun Bundesländer ausgelost. Der letzte Tiroler Triumph beim prestigeträchtigen Coca-Cola-Cup liegt übrigens gerade einmal drei Jahre zurück. 2010 hatte sich der FC Wacker Innsbruck den Titel als beste U12-Mannschaft Österreichs gesichert.

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03. September 2012

Wacker-Fohlen siegten in Andelsbuch

Tobias Waidhofer

 

Andelsbuch – Die Wacker-Amateure feierten im einzigen Sonntagsspiel der Regionalliga West gestern einen 2:1-Erfolg bei Andelsbuch. Nach der 0:8-Demontage gegen Austria Salzburg vom vergangenen Wochenende war der Sieg beim Aufsteiger aus dem Bregenzerwald für Trainer Werner Löberbauer „ein enorm wichtiger Schritt“. „Die Jungs waren nach dieser Schlappe doch sehr niedergeschlagen und verunsichert. Aber sie haben sich heute gut aus der Affäre gezogen“, lobte Löberbauer. „Spielerisch ist noch nicht alles rundgelaufen, aber die Mannschaft hat heute die nötige Kampfbereitschaft gezeigt.“ Nach dem Führungstreffer durch einen Kopfball von Fabian Hafner (37.) und dem Andelsbucher Ausgleich traf Michael Simic (72.) zum Sieg.

Immer wieder Simic. Der Neuzugang vom SVI erzielte sein bereits fünftes Saisontor und hat sich bei den Wacker-Fohlen sehr gut eingelebt. Auch Löberbauer findet nur gute Worte für den Stürmer: „Schade, dass er den Schritt in die Westliga so spät gemacht hat. Er hat einen super Schuss und einen echten Torjägerinstinkt. Außerdem ist er fußballerisch sehr stark. Ein Top-Neuzugang für uns.“

Bereits am Samstag hatte der FC Kufstein einen 4:1-Heimsieg gegen Pinzgau Saalfelden bejubelt. Das Tabellenschlusslicht aus Salzburg zeigte zwar eine kämpferisch sehr engagierte Leistung, am Schluss fuhr die Silberberger-Truppe aber den verdienten Lohn ein. Die Festungsstädter sind damit der erste Verfolger von Austria Salzburg und Liefering.

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26. Juli 2012

Wenn die Fanarbeit zu einer Berufung wird

Tobias Waidhofer

Die Faninitiative Innsbruck gilt in der österreichischen Szene als absoluter Vorreiter in der Arbeit mit den Fußball-Fans.

Innsbruck
– Der Ruf der Fußball-Fans hat in den letzten Jahren gelitten. In der öffentlichen Wahrnehmung werden die Enthusiasten des runden Leders in Schubladen wie „Krawallmacher“ oder „Wahnsinnige“ gesteckt. Armin Weber ist ein Mann, der nicht in solchen Kategorien denkt. Als hauptberuflicher Leiter der Faninitiative Innsbruck (sic! Anm.:Weber ist Leiter der Fanarbeit Innsbruck, dessen Träger-Verein die Faninitiative Innsbruck ist) zeigt er sich für die Arbeit mit den Wacker-Fans verantwortlich. „Innsbrucker Fußball-Fans verfolgen ihren Verein sehr intensiv und blicken auch über den Tellerrand hinaus. Das zeigen Aktionen der Fans gegen Rassismus und Homophobie“, erklärt Weber, der vor seiner Zeit als Fanbetreuer als Bewährungshelfer arbeitete. In der Statistik aller Anzeigen der Saison 2011/12 liegt der FC Wacker (Platz vier) trotzdem im österreichischen Spitzenfeld. „Jede Ausschreitung zu verhindern, ist utopisch. Unser Projekt ist langfristig angesiedelt“, so Weber, der weiß, dass es auch in den Wacker-Reihen schwarze Schafe gibt.

Aber was macht eigentlich ein Fanarbeiter? Für einen Laien scheint sinnvolle Arbeit mit heißblütigen Fußball-Fans schwer vorstellbar. „Wir sehen uns als dritte Säule, zusätzlich zu dem Verein und der Polizei. Wir wollen vermitteln und versuchen, die Energie der Fans auf positive Dinge zu lenken“, erklärt Weber, der bei jedem Heim- und Auswärtsspiel des FC Wacker mit von der Partie ist. So auch am vergangenen Wochenende in Wien, als nach dem Match gegen Rapid (0:4) Meldungen über Verhaftungen aufkamen. „Die Wiener Polizei ist ohne ersichtlichen Grund in den Auswärtsblock gekommen“, erzählt Weber. „Es wurde sehr aggressiv gegen Fans vorgegangen.“ Das Vorgehen der Exekutive darf wohl in die Kategorie „Präventives Eingreifen“ eingeordnet werden. Eine Entwicklung, die Weber Sorgen macht: „Solche präventiven Amtshandlungen generieren nur Wut.“

Aus Sicht der Polizei sind solche Maßnahmen durch die Summe der Ereignisse in der vergangenen Saison allerdings nötig geworden. Vielleicht können weitere Faninitiativen Abhilfe schaffen. In Österreich ist die Faninitiative Innsbruck nämlich ein einzigartiges Projekt. „In Deutschland gibt es soziale Fanarbeit schon seit den 80er-Jahren. Auch die Schweiz ist uns in diesem Bereich einige Schritte voraus. Österreich muss jetzt nachziehen“, fordert der Sozialarbeiter. Lob erhält der FC Wacker. „Die Zusammenarbeit funktioniert“, freut sich Weber, der ein erklärter Befürworter der Pyrotechnik ist. „Ausgenommen sind die gefährlichen Böller. Aber Pyrotechnik ist nichts anderes als ein Stilmittel der Fans. In Innsbruck funktioniert das mit Ausnahmegenehmigungen bestens. Auch in dieser Hinsicht sind wir in Österreich ein Vorbild.“ Hoffentlich bald auch bei der Zahl der Anzeigen.

Anzeigen-Statistik


In der Saison 2011/12 wurden insgesamt 1180 Personen angezeigt: 1. Rapid (140 Anzeigen); 2. Austria (116); 3. LASK (111); 4. FC Wacker (86); 5. Sturm Graz (81); 6. A. Salzburg (56); 7. BW Linz (47); 8. FC Lustenau (39).

 

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07. November 2011

„Hansi“ Hinterseer schoss neun Salzburger ab

Tobias Waidhofer

 

Die Wacker Amateure siegten im kleinen Westderby gegen Austria Salzburg mit 1:0, die befürchtete Fan-Randale blieb diesmal aus.


 

Innsbruck „Solltet ihr nicht in Wien sein?“, fragten die 500 mitgereisten Salzburg-Anhänger Anfang der zweiten Halbzeit per Spruchband. Ein Blick auf die spärlich besetzte Nordtribüne (etwa 100 Wacker-Fans) genügte, um die Frage ad absurdum zu führen: Den Wacker-Anhängern scheint ein Bundesliga-Spiel in Wien doch wichtiger zu sein als eine Auseinandersetzung mit den violetten Salzburgern. Die 80 Polizisten erlebten einen geruhsamen Nachmittag.


Bis auf ein paar Böllerwürfe und einer zwar schönen, aber verbotenen Pyrotechnikshow vor Beginn der zweiten Halbzeit zeigten sich auch die violetten Fans von ihrer zahmen Seite und trieben ihre Mannschaft leidenschaftlich nach vorne.

 

Leidenschaftlich präsentierte sich die Salzburger Mannschaft auch auf dem Rasen des Tivoli-Stadions. Allerdings oft an der Grenze des Erlaubten: So verloren die Austrianer innerhalb von zwei Minuten zwei Spieler. Zuerst sah Klaus Märzendorfer nach einer Tätlichkeit (53.) glatt Rot, eine Minute später musste Bernd Winkler mit der Ampelkarte vom Feld. Der Anfang vom Ende für die Violetten.

 

Den numerischen Vorteil konnte Lukas Hinterseer, der in Anlehnung an seinen singenden Onkel „Hansi“ gerufen wird, in der 65. Minute zum erlösenden Führungstreffer nutzen. Viel mehr sprang nicht heraus: „Das war heute ein zerfahrenes Spiel. Wir wollten vor der tollen Kulisse spielerisch viel zeigen, das ist uns heute nicht gelungen“, analysierte Wacker-Trainer Werner Löberbauer, der mit den Gedanken auch bei seinen Verletzten war. Zuerst krachte Kevin Nitzlnader mit dem Salzburger Pa Sonko zusammen (28.), danach musste Alexander Fröschl, den es wohl schlimmer erwischt hat, mit einer Knieverletzung vom Feld (59.).

 

Zumindest die Heimspiel-Statistik zauberte dem ehemaligen Schwaz-Trainer ein Lächeln ins Gesicht. „Wir haben unsere Heimserie prolongiert.“ In neun Spielen (acht Siege, ein Unentschieden) gab es keine Niederlage.

 

Der Salzburger Obmann Walter Windischbauer haderte nach dem Spiel vor allem mit den Platzverweisen: „Ich bin natürlich enttäuscht über dieses Ergebnis. Die Gelb-Rote Karte war etwas hart. Allerdings bin ich sehr froh, dass mit den Fans heute alles funktioniert hat.“

 

Auch Löberbauer lobte die Anhängerschaft: „Man muss schon sagen, dass die Salzburger Fans für eine tolle Atmosphäre sorgen. Schon beim Hinspiel war die Stimmung ein Wahnsinn.“ Versöhnliche Worte nach einem emotionalen Vorgeplänkel.

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