Die Achterbahn hat Hochsaison

Die Achterbahn hat Hochsaison

Ausgabe: 07. November 2011

Alexander Strecha

Die Achterbahn hat Hochsaison

 

 

Die Austria holte gegen Innsbruck ein 2:2 in allerletzter  Sekunde. Barazite vergab sogar einen Elfmeter

Eigentlich hatte der violette Trainer Karl Daxbacher den goldenen Mittelweg gesucht, am Ende erlebte die Austria aber ihr blaues Wunder: Einerseits den Schwung aus dem Europacup in die Liga mitnehmen, auf der anderen Seite mit Linz, Liendl und Hlinka frische Kräfte bringen. Doch die Gäste aus Innsbruck wirkten agiler und aggressiver und stellten ihre Auswärtsstärke schon nach 55 Sekunden unter Beweis, als sich Burgic gegen Margreitter durchsetzte, und Goalie Lindner in höchster Not rettete.

Der Schock folgte 14 Minuten später. Austrias Margreitter legte bei einer Flanke von Bergmann einen Sekundenschlaf ein, den Hackmair per Kopf zum 1:0 für die Tiroler nützte.
Die Austria kam nicht in die Gänge, weil Innsbruck im zentralen Mittelfeld Widerstand leistete und weil die violette  Innenverteidigung Probleme in der  Abstimmung offenbarte und von den Vorderleuten oft im Stich gelassen wurde.

Exemplarisch  dafür war das 2:0 für Innsbruck. Bei einem weiten Pass von Bergmann spielte die Austria-Abwehr auf Abseits, das jedoch Spielverderber Klein aufhob. Der völlig freie Schütz hob den Ball über den heraus eilenden Lindner (30.).

Ein Verlauf, der den Tirolern in die Karten spielte. Sie stellten sich in der Defensive gut auf und warteten auf Konterchancen. Die Austria mühte sich zwar redlich, doch  es  fehlte  die Genauigkeit beim letzten Pass oder die zündende Idee. Oft aber fuhr noch ein Innsbrucker Bein als letzte Rettung dazwischen.

Die violette Hoffnung auf einen versöhnlichen Abend: Auch letzten Donnerstag waren die Wiener gegen Alkmaar zur Pause mit 0:2 zurück gelegen und hatten dann doch noch ein 2:2 erreicht.
Ausgerechnet ein Ex-Austrianer vereitelte kurz nach dem Wechsel die beste Chance der Austria. Innsbruck-Torhüter Safar ließ zunächst einen Freistoß von Suttner aus, brachte dann jedoch Torjäger Linz beim Nachschuss zur Verzweiflung (48.). Eine verpasste Möglichkeit von Linz, seinen Einsatz mit einem Tor zu legitimieren.

Das gelang wenig später Michael Liendl, der nach schönem Zuspiel von Barazite mit einem platzierten Schuss auf 1:2 verkürzte (54.). Die Austria kontrollierte zwar das Geschehen, Innsbruck verteidigte aber geschickt.
 
In der Schlussphasse wurde das Spiel zunehmend hektisch: In der letzten Minute vergab Barazite einen Elfmeter. Doch das war noch nicht alles. In der 93. Minute traf Junuzovic doch noch zum viel umjubelten 2:2, in der 94. Minute traf Ildiz die Stange.

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