Eine freundschaftliche Umarmung vor dem zweiten Test - doch so herzlich sich St. gallen-Sportdirektor Heinz Peischl und sein Wacker-Kollege Oliver Prudlo begrüßten, so engagiert und hart (aber fair) ging das Vorbereitungsspiel im ostschweizerischen Diepoldsau über die Bühne. Bei dem sich zwei Schwarz-Grüne durchaus als Verstärkung präsentierten.
Vor der Pause, als die aktuell stärkste Innsbrucker Elf gegen die Nati-A-Aufsteiger agierte, durfte Coach Walter Kogler zufrieden sein. "Das war ganz okay." Das Aber folgte auf dem Fuß: "Doch mit den Wechseln hat man gesehen, dass unser Kader dünn ist, viele noch viel dazu lernen müssen."
Zwei erfreuliche Aspekte konnte der Kärntner aus dem 1:3 trotzdem ziehen: Christoph Saurer wird im Mittelfeld die gesuchte spielerische Kraft sein, Marcelo Fernandes, der immer noch auf dem Prüfstand ist, kann im Angriff durchaus etwas bewegen. Er fand drei Chancen vor, setzte eine an den Pfosten (21.), zeigte bei der dritten seine Spezialität: Das Kopfballspiel. Wuchtig setzte der schlacksige Brasilianer das Leder in der 45. Minute unter die Latte. "Er wird mit ins Trainingscamp nach Bad Kleinkirchheim genommen", legte sich Prudlo fest. Zumal es kaum Alternativen gibt.
Strahlen durfte auch Neuzugang Saurer: "Ich fühl mich in Innsbruck nach wenigen Tagen richtig wohl. Klar gibt es Abstimmungsprobleme - aber ich habe schon gemerkt, dass mir das schnelle Spiel von Wacker in die Spitze entgegen kommen wird."