Die klaren Auftakt-Siege von den Wacker Amateuren und Wattens lassen trotz nur drei Westliga-Teams aus Tirol auf eine gute Saison hoffen. Besonders zwei "Youngsters" spielten sich bei den siegreichen Klubs in den Vordergrund: Alexander Gründler ging im Dress der Wacker-Amateure so richtig der Knopf auf und bei Meister Wattens glänzte Florian Toplitisch mit zwei Toren und starken Aktionen.
Alexander Gründler war vor dem Meisterschafts-Auftakt "gespannt wie ein Gummibandl". Überhaupt konnte es die junge Truppe der Wacker Amateure gar nicht erwarten, endlich loslegen zu dürfen - bereits eine halbe Stunde früher als ausgemacht waren sie beim Stadion! Besonders motiviert war aber der seit ein paar Tagen 18-jährige Gründler: Am Donnerstag hatte er das zweite Mal bei den Profis mittrainieren dürfen! "Und die vergangene Saison war nicht so gut. Ich hatte einen Bänderriss und wurde an der Leiste operiert, kam dadurch nicht zu vielen Einsätzen", erklärt der Schwazer.
Die Sommer-Vorbereitung konnte er aber voll mitmachen, auch wenn´s in den Testspielen mit dem Abschluss auch noch nicht so klappte. Umso mehr freute ihn da das 1:0, das er ganz im Stile seines Vorbildes Cristiano Ronaldo machte: Mit einem Seitfallzieher! Dabei hatte er auch von Regisseur Michael Simic sehr profitiert, der perfekte Lochpässe auf den schnellen und technisch starken Stürmer spielte. Vier Tore hat Alex übrigens zuletzt in der U18 bei Schwaz geschossen: "Da waren´s sogar sieben." Der Arbeitssuchende hofft, dass es so weiter geht und er vielleicht eine Chance bei den Profis bekommt.
Florian Toplitsch musste vor etwas mehr als einem Monat mit Wattens die bittere Relegation miterleben. Der 20-Jährige hatte das 1:9 gegen Horn aber wie seine Mannschaftskollegen gut verdaut. Der schnelle Dribblanski machte in Hard richtig viel Dampf, war der Hans in allen Gassen. "Ich spiele jetzt als Sechser. Das taugt mir, da bi ich mehr am Spiel beteiligt", sagt der Innsbrucker. In der vergangenen Spielzeit war er als Zehner oder auf den Außenbahnen im Einsatz - je nachdem wo er gebraucht wurde. Aber "Topo" legte seine Rolle als Sechser auch sehr offensiv aus: Zwei wunderschöne Tore machte er selbst, durch einen Dropkick an die Stange bereitete er den Treffer von Michael Steinlechner vor.
Gestern sah er sich (wie auch Gründler) die ehemaligen Wacker-Kollegen im Tivoli gegen die Admira an. "Das wäre ein Traum von mir, dass ich auch einmal im großen Tivoli-Stadion spielen kann", sagt Toplitisch. Aufgezeigt haben die beiden Talente in der ersten Runde einmal