Die Uhr tickt: Noch bis zum Ende des Monats hat Wacker Innsbruck Zeit, die Optionen der auslaufenden Spieler-Verträge zu ziehen. Auch Miran Burgic zählt zu den schwarzgrünen Kickern, bei denen die Zukunft noch offen ist. Umso schmerzhafter war´s für den Slowenen am Samstag in der Südstadt lediglich Joker zu sein. Nur eine taktische Finte - oder haben die Tiroler schon einen neuen Goalgetter an der Angel?
Didi - das Häferl. Und das ging auch nach dem Match in der Südstadt fest, fest über. Didi Kühbauer, der Trainer von Admira, maulte und maulte und maulte. Jeder, der den Weg des 40-jährigen kreuzte, bekam sein Fett ab: Journalisten, Schiedsrichter, selbst Wacker-Trainer Walter Kogler musste sich Schimpf anhören: "Ach, ihr mit euren fünf Ausländern..."
Uppps, da hat sich das Zornbinkerl Didi im Eifer des Gefechts aber verrechnet. Denn Wacker trat in der Südstadt vor der Pause lediglich mit zwei Legionären auf - mit "Don Carlos" Merino und Musketier Miran Burgic ließ der schwarzgrüne Trainer gar zwei Granaten auf der Bank. Im Falle des Spaniers war´s logisch: Merino hat erst gegen Ende der vergangenen Woche nach seiner Wadenverletzung wieder das Training aufgenommen.
Aber für Burgic war der Platz auf der Bank ein echter Negativ-Hammer: da kämpft der 27-Jährige mit dem Bart ala "Drei Musketiere" gerade darum, dass sein Vertrag in Innsbruck verlängert wird - und dann muss er zuschauen! Bei einer Taktik mit drei Stürmern! Auwei, auwei - das sieht für den Stürmer, der vorne so oft "einer für alle" spielen musste, schwer nach "keiner für ihn" aus. Zieht Wacker die Option nicht?
"So eine Spekulation ist haltlos", wehrt Kogler ab, "ob Burgic oder Perstaller - das war eine Bauchentscheidung. Ich suche die Variante, die uns meines Erachtens die größte Möglichkeit bietet, das Spiel zu gewinnen. Ob Verträge verlängert werden oder nicht - damit hat das gar nichts zu tun." Mehr noch - sechs Runden vor Saisonende bricht der Trainer eine feste Lanze für seine Truppe: "Jeder im Kader hat mehr gebracht, jeder hat übers Jahr Topleistungen geboten."