65 Partien & 5850 Minuten in Folge - die unglaubliche Statistik von Wackers "Staubsauger" Abraham beendete ein Schiedsrichter. Wer ist in der Südstadt der "Sechser"?
"Ich wär´ so gerne mitgefahren." Und Walter Kogler hätt´ ihn liebend gerne mitgenommen: Doch Tomas Abraham, schwarz-grüner Kapitän und Wackers Dauerbrenner, wird am Samstag (gegen Admira) erstmals seit seinem Dienstantritt in Innsbruck nicht mit von einer Bundesliga-Partie sein! Doch wer statt des verlässlichen Tschechen die Sechser-Position übernehmen wird, lässt der Coach noch offen.
Nachdem Peter Hackmair und Thomas Löffler seit längerem verletzungsbedingt passen müssen, stehen Kogler eigentlich nur drei Möglichkeiten zur Auswahl:
Martin Svejnoha (34) wäre nicht nur die vernünftigste Lösung - auch die sicherste. Denn der Tscheche hatte bereits in der schwarz-grünen Erste-Liga stets diese Position inne. Damit aber müsste das Innenverteidiger-Duo Svejnoha/Bea auseinandergerissen werden, würde wohl Kofler nachrücken.
Sascha Wörgetter (18), der in Salzburg sein Bundesliga-Debüt in frecher Art absolvierte, könnte die erste "Staubsauger"-Alternative sein - eine zwecks fehlender Routine jedoch gewagte. "Er hat gute Anlagen", würde sich Kogler nicht scheuen, den Yougster in die Südstadt-Schlacht zu werfen.
Mit Carlos Merino (32) würde Wackers Trainer auf "Zocken" setzen. "Könnte durchaus sein, dass wir gezwungener Maßen mit einem neuen System aufmarschieren." Einem ohne nominelle Rückversicherung, mit dem spanischen Regisseur als Antreiber eine Etappe tiefer als gewohnt. Wenn Merino nach seinem Muskeleinriss überhaupt rechtzeitig fit werden sollte.
Weitere Kandidaten mit Außenseiterchancen: Muhammed Ildiz und Georg Harding. Abraham, dessen Super-Serie (verpasste noch keine Bundesliga-Sekunde im Wacker-Dress!) von Schiri Manuel Schüttengruber in Salzburg beendet wurde, wird die Entscheidung (Kogler: "Die fällt ers am Samstag") und das Spiel vor dem TV-Gerät mitverfolgen. "Schlussendlich wird es egal sein, wer spielt. Hauptsache die Mannschaft kehrt mit drei Punkten aus Niederösterreich zurück." Damit er sein erstes freies Wochenende in Innsbruck mit Frau und Sohn auch richtig genießen kann - und die Innsbrucker weiter von der Europa-League träumen dürfen.