Im Kampf um einen Europacupplatz ist für den FC Wacker Innsbruck beim heutigen Gastspiel gegen den starken Aufsteiger Admira punkten angesagt.
Innsbruck – Wenn heute ab 18.30 Uhr in der Südstadt Aufsteiger Admira und der FC Wacker die Klingen kreuzen, dann ist dieses Duell für beide Teams schon richtungsweisend für das Saisonfinale. Also steht den Schwarzgrünen so wie in den letzten Wochen wieder ein Spiel mit Finalcharakter bevor. „Wär‘ mir recht, wenn es bis zum Schluss so bleibt“, meint Trainer Walter Kogler, der gleichzeitig etwas relativiert: „Wenn wir einen Punkt holen, ist es gut, ein Sieg wäre super und wenn wir verlieren, bleiben uns noch sechs Runden.“
Trotz einiger Ausfälle stiegen die Tiroler gestern recht selbstbewusst in den Bus Richtung Osten. „Wir haben es drauf, auch aus der Südstadt etwas mitzunehmen“, hat Kogler schon jene Formation im Kopf, die gegen die Admira zumindest einen Punkt holen soll: „Die werde ich erst vor Spielbeginn bekannt geben. Ein Überraschungseffekt schadet nie.“
Fakt ist, dass die Tiroler erstmals seit 65 Spielen auf Kapitän Tomas Abraham verzichten müssen. Ebenfalls gesperrt ist Daniel Schütz, zudem fallen Thomas Bergmann, Peter Hackmair und Thomas Löffler verletzt aus. Dafür meldete sich Carlos Merino nach Verletzungspause wieder zurück. Der Spanier soll heute im Mittelfeld wieder die Fäden ziehen.
Die kuriose 2:3-Niederlage im Herbst, als die Innsbrucker bis zur 89. Minute noch 2:1 führten, ist kein Thema. „Daran denke ich überhaupt nicht. Schon eher an den 2:1-Sieg zum Frühjahrsauftakt“, schmunzelt Christopher Wernitznig, der heute sein Torkonto weiter aufbessern will. Der 22-jährige Kärntner, der unter der Woche um weitere zwei Jahre beim Tiroler Bundesligisten verlängerte, ist heute Fixstarter. Durchaus möglich, dass er gegen die Niederösterreicher über die rechte Seite angreift.
Auch die Admira hat einige Ausfälle zu verkraften. Windbichler, Dibon, Palla, B. Sulimani und Ouedraogo sind verletzt. Trotzdem zählen für Trainer Dietmar Kühbauer vor eigenem Publikum nur drei Punkte: „Wir wollen ohne Wenn und Aber gewinnen. Bei einem Sieg bleiben wir oben dabei, und das ist unser absolutes Ziel.“ Das Saisonziel Klassenerhalt ist längst erreicht, nun wäre die Teilnahme an einem internationalen Bewerb laut Kühbauer eine Draufgabe, aber kein Muss. „Wir werden uns nicht dagegen wehren, wenn wir es schaffen, und wir werden nicht sterben, wenn wir es nicht schaffen.“
Was spricht für die Niederösterreicher? Gemeinsam mit Spitzenreiter Salzburg wurden bisher die meisten Tore (45) erzielt. Offensiv sind die Kühbauer-Schützlinge immer für Tore gut. Dafür ist hinten der Laden nicht immer dicht. Nach Schlusslicht Kapfenberg wurden auch die meisten Treffer kassiert (44). Im Gegensatz dazu haben nur Salzburg, Rapid und Ried weniger Tore als der FC Wacker (31) erhalten, jedoch nur Kapfenberg und der Vorletzte Wiener Neustadt weniger Treffer geschossen (28.).
Daraus zog Kühbauer seine Schlüsse. „Die Innsbrucker spielen sicher keinen allzu attraktiven, aber auch keinen schlechten Fußball. Sie sind sehr kompakt und gut organisiert. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht ausgekontert werden, aber wir wissen auch, wie wir sie knacken können“, erklärte Kühbauer.