Was Düdelingen, der luxemburgische "Underdog" in der Champions-League-Quali, oder Pasching, der oberösterreichische Regionalligist, im ÖFB-Cup-Halbfinale zeigten, sollte Wacker heute in der Red-Bull-Arena doch auch schaffen: Die Salzburger auf die Hörner nehmen! Was im Abstiegskampf der Bundesliga ein echter Befreiungsschlag wäre - nur bleibt die Frage: Mit welcher Startelf sol dies gelingen?
"Haben doch schon in jüngster Vergangenheit zwei ´kleine´ Klubs gezeigt, dass es gehen kann!" Und Roman Wallner wird damit wahrlich nicht das Exklusivrecht an Erinnerungen besitzen: Denn außerhalb (und nicht nur) der Mozartstadt krümmt sich heute noch alles vor Lachen, wenn die Wörter Düdelingen und Pasching fallen! Von jenem 19.000-Einwohner-Ort, der durch den Austieg in die dritte Champions-League-Quali-Runde (nach einem 1:0 und 3:4 in Salzburg) plötzlich Europa-Ruhm erreichte; vom Linzer Vorort, der sich in der Red-Bull-Chefetage (sponsort auch Pasching) durch die 2:1-Cup-Sensation wohl keine Freunde machte.
"Vom Papier her haben wir absolut keine Chance", rechnet Wallner hoch, "aber ich bin trotzdem optimistisch." Denn was die beiden können, sollte auch für Wacker in Salzburg möglich sein. Auch mit einer arg dezimierten Truppe: 50 Prozent der Viererkette (Svejnoha & Schilling) sind ebenso wie der rechte Turbo (Schütz) gelbgesperrt, dazu muss der Ideengeber (Hinterseer) wegen seines Klinikaufenthaltes und den verlorenen Kilogramm (4) vorerst auf der Bank Platz nehmen.
Kein Gejammere
"Das ist nicht das erste Mal", will Coach Roland Kirchler nicht klagen, "vier Neue in der Mannschaft sind nichts Neues für mich!" Dakovic, Wernitznig, Löffler und Schreter könnten in die Startelf rutschen. Doch egal wer heute von Beginn an "düdeln" darf - er muss robust zur Sache gehen, schnell umschalten. "Und vor allem sofort den Abschluss suchen."
Denn gegen die heimstärkste Elf der Liga bekommt man nicht allzu viele Möglichkeiten. Zudem wollen die Salzburger mit dem siebten Sieg in Folge (damit wäre der Klubrekord von 2008/09 unter Co Adriaanse eingestellt) noch im Titelrennen verweilen. Aber mit Glück, einem vielleicht gutgesinnten Schiri und dem optimalen Spielverlauf könnte die Düdelingen- und Pasching-Geschichte neu geschrieben werden. Von dem rot-weiß-roten Schlusslicht in der Drucksituation...