Was sonst nirgends hinpasst
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By AlexR
#153094
Als ob in beiden Fällen ein Unterschied ist oder erinnert sich wer an die EM08 Veranstaltungs GmbH und ob es dort ernsthaft Konsequenzen geben würde oder irgendwelche Übernahme von Verantwortung. Natürlich ist ein Verein besser, da dort nicht alles publiziert werden muss....und man die Prüfer selbst auswählen darf. Aber auch bei einer gewollten GmbH kein sonderlicher Unterschied.
By philipp_
#153096
19tivoli13 hat geschrieben:Bei allem Respekt, aber dieses eindimensionale "Wacker denken" geht einfach nicht. Man sollte auch mal über den Tellerrand schauen, auf das Große und Ganze.

Wie schon einige male hier erwähnt ist es Fakt, dass wir vor allem aus den Spielen 76 eine hohe Wertschöpfung eingefahren haben. Dazu kommt noch der hohe Werbewert. Die Nebeneffekte, wie der Ausbau der Sportstätten sind für mich Randnotizen. Somit tragen die Spiele unbestritten zum Wohlstand in unserem Land bei.


Bitte den ein oder anderen Beleg für deine "Fakten". Ich bin leider zu jung um die Spiele von damals miterlebt zu haben, aber interessanterweise haben vor allem ältere Personen im persönlichen Gespräch gemeint die Spiele damals waren vor allem eines, ein Teuerungsgrund für Dinge des täglichen Gebrauchs.
Und der berühmt berüchtigte Werbewert wird gerne herangezogen, wenn man keine handfeste Wertschöpfung vorzeigen kann.

Mir ist bis jetzt keine Studie untergekommen, die OS im Nachhinein einen insgesamt positiven Effekt bescheinigt hat.
Steuereinnahmen gibt es keine (das IOC lässt sich vertraglich sämtliche Steuern vom Veranstalter zurückzahlen) außer die Erlöse der Gäste (hab die Zahl gerade nicht im Kopf, aber ein wesentlicher Teil der Zuschauer sind ja Einheimische gerechnet, also keine großartigen Mehreinnahmen), welche im Winter durch die diversen Werbemaßnahmen in Europa und der Welt sowieso kommen.
Infrastruktur wird laut Aussagen der Politik unabhängig von OS gebaut/modernisiert, deswegen werden die Kosten in der Machbarkeitsstudie auch nicht berücksichtigt.

Ganz konkret jetzt meine Frage, was (außer dem Werbewert) bleibt in Tirol nachhaltiges, das ohne OS nicht ohnehin "entstehen" würde?
Quasi sämtliche Kosten die in der Machbarkeitsstudie angeführt sind, betreffen die reine Organisation und Durchführung der Spiele, von diesen Ausgaben bleibt also nichts "hängen".

Wenn man sich die Ausgabenposten in der Studie so durchliest, fällt auf, dass man quasi überall mindestens zwischen 20-50% unter den Benchmarks vergangener Spiele (interessant wäre jetzt, ob wahre oder geplante Kosten dieser, das wird leider nicht näher erörtert) budgetiert.

Zusammen mit den Begründungen für die niedrigeren Kosten (z.b. "Die hier angesetzten Kosten liegen rund 30% unter den Kosten vergangener Winterspiele, was darauf zurückzuführen ist, dass für Innsbruck / Tirol wegen der hohen Anzahl der qualifizierten Arbeitskräfte und eine sehr große Erfahrung bei der Durch-führung nationaler und internationaler Wintersportveranstaltungen ein höherer Grad an Produktivität zu erwar-ten ist.") darf zumindest kritisch hinterfragt werden, ob dieses Budget nicht von vornherein auf wackeligen Beinen steht.
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By AlexR
#153108
Dass der Reiß geht, sieht man daran, dass jetzt der Lorenz Jahn nicht nur mehr JVP Obmann und Gemeinderat von Innsbruck ist, sondern auch Tiroler Kulturschaffender bzw sich als Jubelperser versucht.
By 19tivoli13
#153133
Wie bei jedem Großprojekt gibt es Befürworter und Gegner. Und in diversen Homepages, sowohl der Befürworter als auch der Gegner gibt es extrem viel Fakten, die deine Ansichten, Philipp, untermauern oder widersprechen.

Und natürlich gibt es auch einige Fakten, die nicht messbar sind. Und hier sitzen wir in einem Boot mit vielen anderen Institutionen, wie z.B. dem FC Wacker Innsbruck. Denn wenn wir beispielsweise argumentieren, dass der FC Wacker Vorbild für die Jugend ist, dann darf das wohl auch für Olympia gelten. Oder wenn der FC Wacker beispielsweise auch Kommunalabgaben zahlt, so darf auch damit gerechnet werden, dass auch der Veranstalter (weit mehr) Abgaben und Steuern zahlt und somit viel Geld wieder hereinfließt.

Ich empfehle in dem Zusammenhang auch einen Blick in Regionen, die keine Großevents (ich sage bewusst nicht unbedingt Olympia), da schaut es zum Teil traurig aus (Friaul, Nördliches Venetien, Kärnten, So gut wie alle Schigebiete außer Garmisch in D, alle ehemaligen Ostblockländer inkl. Planica oder Kranskja Gora).

Wie gesagt, würde mich mit einem anderen "Großevent wie YOG (hatten wir eh), Weltmeisterschaften wie Eishockey etc. zwar zufrieden geben, finde aber, dass es extrem wichtig ist, dass man was für seine Reputation tut.

Noch kurz meine Einschätzung zur Befragung (weil wacker4ever immer meint, dass ich immer daneben liege):
Tirolweit wird das Ergebnis mit großer Mehrheit befürwortet. In Innsbruck wird es extrem knapp, wobei ich eher denke, dass es nur in Innsbruck eher negativ ausgeht. Was man mit dem Ergebnis dann macht, ist eine andere Frage.
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By AlexR
#153135
Apropos Steuern: der IOC hat als Bedingung für Olympia, dass er keine Steuern auf den Gewinn zahlen muss...nur um den finanziellen Output einschätzen zu können. Das bekannte Mittel der Sponsorenhoheit ist natürlich auch eine Bedingung; was natürlich die Meldung von neuen Spielen ad absurdum führt.

Bei der Einschätzung bin ich jedoch bei ihm. Wird sich wohl knapp für Olympia ausgehen, wobei man in der Bewerbung keine Chance hat. Aber P8 und Co haben zumindest gut verdient; immerhin auch etwas, oder?
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By wacker 4ever
#153138
Danke AlexR, das mit den Steuern auf die Gewinne wusste ich gar nicht. Ein weiterer hinterfragenswerter Punkt. Für mich ist diese ganze Machbarkeitsstudie einfach sehr geschönt und in der ganzen Diskussion in den letzten Wochen wurden die möglichen negativen Punkte wohl bewusst ausgeklammert.
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By AlexR
#153139
Das ist doch bei jedem großen Event im Sportbereich so...die FIFA wollte, dass ihre Funktionäre bei einer WM in England unkontrolliert ein und aus spazieren können; vermutlich um den ein oder anderen Geldbetrag mitzunehmen.
Auch, dass die Politik mithilft die Interessen der Sponsoren durchzusetzen und andere Marken nicht in einem gewissen Bereich werben dürfen, ist state of the Art.
Schade, dass das von den Ablehnern der Spiele nicht erwähnt wurde....aber auch egal.
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