b_350_1200_16777215_00_images_201617_fanleben_fv25.jpg1:3 auf der Linzer Gugl untergegangen. Bei strömenden Regen gerieten unsere Schwarz-Grünen im spärlich besuchten Stadion der Stadt Linz des Öfteren in Aquaplaning Gefahr. Als würde es zur Situation beim FC Wacker Innsbruck passen, ereignete sich just zu Beginn des Spiels gegen die Linzer Blau-Weißen ein heftiges Gewitter mitten im März. Symptomatisch für den FC Wacker Innsbruck. Da braut sich einiges zusammen und ich denke da nicht an ein Donnerwetter vom Himmel. Wagt man einen Blick auf die Tabelle, könnte einem Angst und Bange werden. Der Vorsprung auf den ominösen roten Strich beträgt nur mehr vier Punkte. Kurios ist aber der Umstand, dass die Schwarz-Grünen in der Tabelle trotz Niederlage einen Platz gut gemacht haben und sich auf Rang vier befinden.

 

Donnerwetter nochmal

Die etwa 40 angereisten Fans aus Tirol kamen wieder einmal zu spät. Gutes Omen ist das dann aber keines gewesen. Die 53 Leute (SKBs, Ordner, Mitarbeiter und der Fotograph mit einbezogen) im riesigen Auswärtssektor auf der Gugl rieben sich mit Fortdauer der Partie gegen den Abstiegskandidaten aus Linz verdutzt die Haare. Richtig zum ausflippen, die Performance der Wacker-Kicker. 
Das Ganze kurz zusammengefasst: Die Laufwege stimmen keinesfalls, das Zusammenspiel ein Witz, Automatismen bis auf den offenbar unvermeidlichen Fehlpass kaum vorhanden. Das ist so keine Mannschaft, das sind Individualisten, die sich manchmal sogar gegenseitig ausspielen. Das Passspiel der Unseren ist mehr als katastrophal! der finale Pass kommt praktisch nie an und wenn man sich die Bälle nur im Niemandsland zuschiebt, kann man nicht zum Ziel kommen. Uninspiriertes Ballgeschiebe und untaugliche Mittel im Spielaufbau und Offensivspiel kommen noch dazu. Mehr möchte ich dazu nicht mehr schreiben. Das Spiel des FC Wacker Innsbruck glich dem Wetter und das Beste am Freitagabend war die Burenwurst vor dem Spiel. Hätte ich die etwas später gegessen, wäre ich wahrscheinlich in höchste Erstickungsgefahr geraten.

Nach dem Schlusspfiff schickte unser Trainer Karl Daxbacher die Mannschaft zum Auswärtssektor um sich beim mitgereisten Anhang zu bedanken. Und das ausnahmslos!. Und es gab dafür... aufmunternden APPLAUS! 93 Minuten alles gegeben für den FC Wacker Innsbruck...wohl nur auf der Tribüne!
Und jetzt ab in die Länderspielpause. Und das ist gut so!!!

Lächerlich

Als Fan will man attraktiven Fußball sehen und unterhalten werden. Vom Attraktiven haben wir uns lange schon verabschiedet. Unterhalten werden wir aber auf jeden Fall. Jedoch ganz anders, als wir uns das vorstellen. Die Causa Kapfenberger SV bescherte uns vergangene Woche einen Sprung auf den vierten Rang der Tabelle. Die Obersteirer haben wegen dubioser Sponsorverträgen (welche nie ausbezahlt worden sind) gegen die Lizenzbestimmungen verstoßen und wurden von der Bundesliga mit einem Sechspunkte Abzug bestraft. Dabei hatten die noch Glück, dass dies für die laufende Saison gilt. Man sollte sich jedoch nicht zu früh freuen. Typisch Österreichisch wäre ja, wenn der KSV 1919 dann die Punkte zum Teil wieder zurück bekommen würde.
Typisch österreichisch ist es aber auch, dass man zum jetzigen Zeitpunkt nur in die Glaskugel schauen kann und da nicht einmal erblickt, ob die "Erste" Liga überhaupt zehn Mannschaften für die nächste Saison zusammen bringen wird. Die Lizenzvergabe für die Saison 2017/18 dürfte für einige Wackelkanditaten zur Zitterpartie werden. Und was kommt von unten herauf?
Keine Ahnung! Von der Westliga will keiner aufsteigen und im Osten führt mit dem SC Ritzing ein wahrer Lizenzspezialist. Deren Manager, ein alter Bekannter aus der FC Tirol Zeit, leistet auch dort ganze Arbeit. Bereits mehrmals haben die Ritzinger um die Lizenz angesucht, erhalten haben sie sie bisher noch nie. Es scheint, dass eher der FC Salzburg die Campionslegue gewinnen kann, als Ritzing die Lizenz erhält. Der Zweitplazierte, die First Vienna 1894 muss leider aus finanziellen Gründen mittels Zwangsabstieg aus der Regionalliga. Schade um den ältesten Fußballklub Österreichs. In der Regionalliga Mitte sind der TSV Hartberg und FC Gleisdorf 09 an der Spitze, doch nur die Hartberger haben um die Lizenz angesucht.

Was passiert dieses Jahr?

Anfangs letzter Saison hat man sich ja noch riesig gefreut. Bis auf Bregenz, Eisenstadt und Graz waren alle Landeshauptstädte in unserer Liga vertreten. Mit Austria Salzburg kam ein Publikumsmagnet zurück und die Austria aus Klagenfurt versprach mit viel Ambition und Tradition den Weg zurück zu finden. Das Ergebnis ist bekannt. Rund um die Salzburger entwickelte sich über die gesamte Saison hinweg eine Farce, die ihresgleichen sucht und die Kärntner schlitterten in den Konkurs. Dort ist doch auch so ein Spezialist am Ruder...

Soviel zur letzten Saison. Für diese Saison wäre der SV Grödig aus der Bundesliga abgestiegen. Die verzichteten aber gleich auf die Lizenz für die Sky Go Erste Liga. Durch den Zwangsabstieg der Salzburger Austria und dem nicht erteilen der Lizenz für die Klagenfurter Austria blieb dem Tabellenschlusslicht Floridsdorfer AC der Abstieg in die Regionalliga erspart. Und die Aufsteiger WSG Wattens so wie die Blau-Weißen aus Linz ersparten sich die Relegation. Kurios, gell...

Und wie sieht es am Ende der laufenden Saison aus? Neben den 20 Bundesligavereinen haben lediglich Hartberg und Ritzing um die Lizenz angesucht. Aus der RLW wollen weder Grödig noch Anif aufsteigen. Irgendwie auch verständlich, denn für die kommende Saison gelten noch Lizenzbedingungen, die in Richtung zusätzlicher Professionalisierung gehen und deshalb hohe Kosten nach sich ziehen, die es so ein Jahr später durch die Ligareform nicht mehr geben wird. Sollten alle Lizenz-Stricke reißen, so hat die Bundesliga bereits angekündigt, dass im Fall der Fälle die Amateure von Austria Wien und Rapid die Erste Liga auffüllen könnten.
Kein Wunder, dass der österreichische Fußball immer mehr zur Lachnummer verkommt...

 

 

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Rudolf Tilg Rudolf Tilg

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