Weiterlesen: Technische ZoneIn unserer Reihe zum Regelwerk des Fußballs beschäftigen wir uns diesmal mit der so genannten Technischen Zone. Ein hochtrabender Begriff für die umgangssprachlich genannte Coaching Zone, deren Übertretung so manchem Trainer zum Verhängnis wurde und es Situationen gibt, in denen das Geschehen neben dem Platz spannender ist, als auf dem Platz. Ein Beispiel gefällig? Bitte sehr: Jürgen Klopp in Neapel

Weiterlesen: Vorgehensweisen zur Ermittlung eines SiegersTuniere sind das Salz in der Fußballsuppe und erfreuen sich größter Beliebtheit. Die Fußball-Weltmeisterschaft ist das größte sportliche Ereignis der Welt. Keine andere Veranstaltung weckt auch nur annähernd so großes Interesse aus. Doch auch auf Klubebene fiebern Milliarden von Fans den Auftritten der Vereine im Cup, der Champions- oder Europa-League mit. Alle Tuniere (außer dem Cup) haben etwas gemeinsam: Nach der Gruppenphase kommt es zu K.O.-Runden, in denen der jeweilige Sieger aufsteigt. Doch was tun, wenn es nach der regulären Spielzeit keinen Sieger gibt?

Weiterlesen: Regel 14 - StrafstoßNur den wenigsten Menschen wird der Name William McCrum etwas sagen und doch hat der irische Leinenfabrikant und Tormann 1891 für eine wichtige Neuerung im Fußball gesorgt: McCrum erfand den Strafstoß als Ausgleich für absichtliches Treten oder Beinstellen.

Das entscheidende Elfmeterschießen nach Spielen, wie wir es heute kennen verdankt der Fußball gleich zwei Erfindern: Zum einem dem Israeli Yousef Dagan, der sich nicht mit dem damals geltenden Münzwurf zur Entscheidungsfindung abfinden wollte, und zum anderen dem deutschen Friseur und Schiedsrichter Karl Wald, dessen Regelung seit 1970 Geltung hat.

Weiterlesen: Regel 17 – EckstoßIn diesem Teil unserer Regelkunde-Serie widmen wir uns dem Eckstoß - gebräuchlicher der Eckball, der im so genannten Sheffield-Code 1866 eingeführt wurde. Es dauerte allerdings 58 Jahre bis es ab der Saison 1924/25 erlaubt war aus einem Corner ein Tor zu erzielen. Warum das wichtig ist? Nun ja, denkt man als Wacker-Innsbruck-Fan an den Begriff "Eckball" so ist damit unweigerlich der 18. März 1987 verbunden: Hansi Müller erzielte beim 2:1-Sieg gegen den FC Turin ein wunderschönes Tor aus einer direkten Ecke ( Müllers sehenswertes Tor )

Weiterlesen: Dem Schiri auf´s Pfeiferl gschaut: Dominik OuschanArrogantes Auftreten gepaart mit einer Prise Lustlosigkeit und einem Teil ausgeprägter Überheblichkeit hat mit SCHIEDSRICHTER OUSCHAN Dominik einen Namen.
In einem von beiden Mannschaften kampfbetont und leidenschaftlich geführten Westderby hatte der Unparteiische durch manch seltsame und fragwürdige Entscheidung gegen Wacker Innsbruck für Kopfschütteln der Akteure auf dem Spielfeld, aber auch beim Publikum gesorgt. Diese gipfelten schließlich in der 57. Spielminute in einer zu diesem Zeitpunkt nicht getroffenen Maßnahme gegen Salzburg.

Wir schreiben die 57. Spielminute. Roman Wallner wird in der Salzburger Hälfte auf Höhe des Strafraums an der Seitenlinie durch VORSAH mittels eines Fußfouls zu Fall gebracht. Dies wird von Assistenten 2 auch sofort angezeigt. Hier besagt die Regel:" Dass aufgrund der Rücksichtslosigkeit dieses Vergehens eine Verwarnung zu geben ist", was für den Salzburger den Ausschluss mittels gelb/roter Karte bedeutet hätte. Aber damit noch nicht genug!

In der 67. Minute wird Wallner fast exakt an der selben Stelle wiederum vom Salzburger VORSAH, dieses Mal aber mit den Händen zurückgehalten. Hier blieb der Pflff zur Gänze aus. Auch in diesem Fall besagt die Regel:" Ein Spieler wird verwarnt, wenn er durch das Festhalten verhindert, dass der Gegenspieler eine günstige Position einnehmen kann".
In dieser Situation wäre Roman WALLNER alleine auf das Salzburger Tor gelaufen und hätte auch auf einen dort in Position gelaufenen Mitspieler aufspielen können.

Der leidenschaftlich geführte Kampf von SR OUSCHAN gegen Roman WALLNER hat leider in der Vergangenheit von WALLNER seinen Ursprung. Roman ist ein "lästiger" Spieler, der giftig ist und obendrein auch ständig mit dem Unparteiischen diskutiert. Aus diesem Grund wurde bzw. wird Roman WALLNER intensiv durch die Schiedsrichterteams „betreut".

Der Strafstoß für Salzburg in der 74. Spielminute wegen Handspie, war in dieser Situation zwar eine äußerst harte Entscheidung, die bei Weitem nicht von jedem Schiedsrichter getroffen worden wäre. Allerdings ist sie schlüssig und durch das Regelwerk gedeckt und somit leider korrekt.

Die 5 Minuten Nachspielzeit gehen zwar aufgrund der jeweils drei gewechselten Spielern bei beiden Mannschaften, bis dahin zwei Toren und einiger Unterbrechungen in Ordnung, werden allerdings auch nicht von jedem Schiedsrichter so verordnet, was auch das inzwischen bei Schiedsrichterentscheidungen sehr sensible Publikum feststellte.

Weiters fiel auf, dass Wacker Innsbruck Trainer Roland KIRCHLER beinahe während des gesamten Spiels vom vierten offiziellen Robert SCHÖRGENHOFER auf Schritt und Tritt begleitet (verfolgt) wurde. Ob und inwieweit das Winken mit Geldscheinen durch den Ex-Trainer der Innsbrucker Walter KOGLER in der Vergangenheit die Entscheidungen von SR OUSCHAN beeinflusst haben, sei dahingestellt.

Fazit ist und bleibt, dass Wacker Innsbruck am gestrigen Nachmittag durch einige nicht getroffene Entscheidungen, um die Früchte seiner Arbeit gebracht wurde.

Weiterlesen: Regel 16 – AbstoßSachen gibt´s, die gibt es eigentlich gar nicht. Und doch ist unser heißgeliebter Fußball gerade für unmögliche Dinge immer gut: Oliver Wiedemann schaffte im März 2010 wohl etwas einmaliges. Im Kreisligaspiel TSV Wimsheim gegen TSV Grunbach erzielte Wiedemann ein Eigentor - aus einem Abstoß! Wie sich dieses Tor ereignete seht ihr hier und warum dieses natürlich nicht gelten hätte dürfen erfährt ihr bei uns:

Weiterlesen: Regel 13 - FreistößeIm April 2011 sollte sich in der zweiten paraguayischen Liga wahrlich Historisches ereignen: Sport Colombia Tormann Wilson Quiñonez legt sich im Spiel gegen Cerro Porteño den Ball einige Meter vor seinem eigenen Strafraum zurecht. Nach fünf Schritten Anlauf hämmert er das Leder aus 83 Metern unhaltbar direkt unter die Querlatte - Weltrekord!

Weiterlesen: Aufs Pfeiferl g´schaut: Manuel SchüttengruberZu Schiedsrichter Manuel Schüttengruber haben Wacker-Innsbruck-Fans seit dem höchst umstrittenen Abbruch des Heimspiels gegen Sturm Graz am 24.11.2012 ein, gelinde gesagt zwiespältiges Verhältnis. Grund genug für das tivoli12 magazin um seine Leistung im letzten Spiel des FCW unter seiner Führung genauer zu beleuchten.


4.600 Zuschauer sahen in der Lavanttal-Arena in Wolfsberg ein von beiden Seiten umkämpftes Spiel das in der ersten Halbzeit von der Heimmannschaft dominiert und der zweiten Halbzeit Vorteile für den Gastverein aus Innsbruck brachte. Der amtierende Schiedsrichter Manuel Schüttengruber konnte an diesem Spieltag als umsichtiger Spielleiter, durch sein ruhiges Auftreten, keiner übertriebenen Gestik, einer den Vergehen angepasste Pfeifensprache und einem äußerst effektiven Stellungsspiel, überzeugen.

Besonders hervor zu heben ist auch die exzellente Anwendung der Vorteilsregelung. Die getroffenen Disziplinarmaßnahmen für den WAC (gelbe Karten für Kehre 43. Minute – Halten, Poverino 47. Minute – Halten, A. Kofler 71. Minute – Beinstellen; Gelb-rot Polverino 83. Minute – Foul) und Wacker Innsbruck (gelbe Karten Kofler 18. Minute – Foul, Bergmann 84. Minute – Foul, Schilling 88. Minute – Foul), kamen zum richtigen Zeitpunkt und trugen wesentlich dazu bei, dass dieses Spiel in geordneten Bahnen ablief.

Die Strafstoßentscheidung für Wacker Innsbruck in der 72. Minute wegen Foulspiels des WAC-Tormanns Alexander Kofler an Stjepan Vuleta war korrekt. Die daraus resultierende gelbe Karte für Kofler war in dieser Situation die richtige Entscheidung. Die Regel 12 – Fouls und unsportliches Betragen besagt, dass der Schiedsrichter beim Entscheid über einen Feldverweis (Ausschluss) für das Verhindern eines Tores oder das Vereiteln einer Torchance nachstehend angeführte Aspekte berücksichtigen muss:

• Distanz zwischen Vergehen und Tor
• Wahrscheinlichkeit, dass das angreifende Team im Ballbesitz bleibt oder kommt
• Richtung des Balles
• Position und Anzahl verteidigender Spieler
• Das Vergehen, durch das eine offensichtliche Torchance vereitelt wird, kann ein Foul darstellen, das mit einem direkten oder indirekten Freistoß geahndet wird

Da mindestens zwei der oben genannten Punkte nicht zutrafen war die gelbe Karte die richtige Entscheidung. Positiv aufgefallen ist überdies die sehr gute Zusammenarbeit mit seinen zwei Assistenten Mag. (FH) Kühr Stefan, Ing. Stangl Stefan an den Seitenlinien und dem vierten Offiziellen Mag. Drachta Oliver. In dieser flotten und fairen Partie also eine durchaus gelungene Leistung des Schiedsrichterteams.

 

Weiterlesen: Regel 12 - Fouls & Unsportliches BetragenDen zweifelhaften Rekord für die schnellste bekannte Rote Karte hält der walisische Amateur-Fußballer Lee Todd. Er reagierte im Jahr 2000 auf den Anpfiff des Schiedsrichters mit den Worten „Fuck me, that was loud“ und wurde wegen „foul language“ bereits nach zwei Sekunden vom Platz gestellt. Oft wird auch David Pratt von Chippenham Town FC als schnellster Rotsünder genannt, der in einem Spiel gegen Bashley wegen Foulspiels nach drei Sekunden des Feldes verwiesen wurde.
Allerdings gab es noch zwei schnellere Feldverweise, welche sich allerdings nach der Einwechslung der jeweiligen Spieler ereigneten und nicht wie im ersten Fall nach dem Anpfiff der Partie. Walter Boyd vom walisischen Klub Swansea City sah den roten Karton nach genau genommen null Einsatzsekunden. 1999 musste er im Spiel gegen Darlington volley vom Platz, weil er einem Gegner den Ellbogen ins Gesicht rammte, noch bevor der Schiedsrichter die Partie wieder anpfeifen konnte. Keith Gillespie von Sheffield United gelang das selbe "Kunststück" im Jänner 2007.

Weiterlesen: Regel 15 - EinwurfEines der kuriosesten Tore in der Geschichte des Fußballs passierte am 16. September 2007 im Spiel Birmingham City gegen Aston Villa. Ausgerechnet in einem Derby warf Villas schwedischer Verteidiger Olof Mellberg einen Einwurf auf seinen finnischen Tormann Peter Enckelman zurück, der über den Ball schlug und nur noch zusehen konnte wie dieser gemächlich ins Tor kullerte. Verzweifelt griff sich der Goalie an den Kopf. Offenbar irritiert von dieser Geste entschied der Schiedsrichter auf Tor. Um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen überwand ein Fan die Werbebande und stellte sich direkt vor den finnischen Golaie um ihn zu verhöhnen und auszulachen ( Mellberg-Enckelman ). So kurios das alles war, das Tor hätte nicht zählen dürfen. Warum? Das erklärt Regel 15.

Weiterlesen: SpielabbruchFür viele unverständlich brach Schiedsrichter Manuel Schüttengruber die gestrige Partie zwischen Wacker Innsbruck und Sturm Graz in der Nachspielzeit ab. Ein kleiner Blick in die Regelkunde zeigt, warum: